Das Interesse an Infrastrukturinvestitionen ist in den letzten Jahren massiv gestiegen, insbesondere bei privaten Anlegerinnen und Anlegern. Von erneuerbaren Energien bis zu digitaler Vernetzung bietet der Sektor attraktive Möglichkeiten, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken und konstante Renditen zu erzielen. So scheint es zumindest.

Infrastruktur gilt traditionell als stabile Anlageklasse, da die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen konstant ist – sei es für die Erneuerung maroder Strassen, den Ausbau von Glasfasernetzen oder Investitionen in Wind- und Solarenergie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen – und sie oft massive und langfristige Investitionen bedingt. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit bieten Infrastrukturanlagen mit ihren kalkulierbaren Renditen und ihrem hohen Inflationsschutz besonders interessante Renditechancen – ein Grund, weshalb insbesondere Pensionskassen seit Langem in diese Anlageklasse investieren.

Für private Anlegerinnen und private Anleger war es bislang schwierig, in Infrastruktur anzulegen: Infrastrukturprojekte bieten oft exklusive Zugangsrechte für institutionelle Anleger und benötigen oft hohe Mindestinvestitionen. Direktanlagen sind so nur einer sehr kleinen Gruppe an Investorinnen und Investoren vorbehalten. Jedoch gibt es mittlerweile Fonds, European Long-term Investment Funds (ELTIF) und alternative Investmentfonds (AIF), über die Anleger in Private-Infrastructure-Equity-Märkte investieren und so von den Entwicklungen im Bereich Infrastruktur profitieren können. Unsere Beraterinnen und Berater erzählen Ihnen bei einem kostenlosen Erstgespräch gerne mehr über die Anlageklasse. 

Tipp: In unserem Merkblatt «In Infrastruktur investieren» zeigen wir Ihnen auf, wie auch Sie sicher und clever investieren können.

Infrastruktur als Inflationsschutz: Stabilität in unsicheren Zeiten

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten suchen viele Anlegerinnen und Anleger nach wertstabilen Investmentlösungen. Infrastrukturanlagen bieten hier entscheidende Vorteile: Durch langfristige Verträge, staatliche Unterstützung und oft indexierte Einnahmen gelten sie als robuster Inflationsschutz – sowohl für institutionelle als auch für Privatanleger, die in Infrastruktur investieren möchten. Besonders gefragt sind aktuell Energie- und Transportinfrastrukturprojekte, da sie eine verlässliche Nachfrage mit planbaren Erträgen kombinieren.

Dekarbonisierung und Digitalisierung treiben Nachfrage an

Die Nachfrage nach Infrastrukturinvestitionen wird durch Megatrends wie die Dekarbonisierung und die Digitalisierung beflügelt. Die Schweiz hat sich ehrgeizige Ziele zur Reduzierung von CO₂-Emissionen gesetzt. Um diese zu erreichen, sind grosse Investitionen in nachhaltige Energiequellen wie Solar- und Windkraft vonnöten. Aber auch die Elektromobilität, der Ausbau von Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur und nicht zuletzt die rasanten Entwicklungen der künstlichen Intelligenz: Bereits heute verbrauchen Rechenzentren rund 415 Terawattstunden Strom pro Jahr, was circa 1,5 Prozent des globalen Strombedarfs entspricht. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass sich dieser Wert bis 2030 verdoppeln wird. 

Diese drei Megatrends beeinflussen die Nachfrage nach Infrastrukturanlagen

  • Demografie: Der demografische Wandel stellt die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Systeme der Städte vor komplexe Herausforderungen, was hohe infrastrukturelle Investitionen bedingt.
  • Dekarbonisierung: Der Aufbau der Infrastruktur, die für die Dekarbonisierung der Kernindustrien vonnöten ist, erfordert eine massive Kapitalumschichtung, nachhaltigere Materialien und Produktionsmethoden sowie deutlich erweiterte grüne Technologien, insbesondere erneuerbare Energien.
  • Digitalisierung: Die Digitalisierung treibt Innovationen im Bereich der Infrastrukturanlagen weltweit voran. Die Nachfrage nach Rechenzentren und 5G-Mobilfunknetzen wächst, während die Nutzung von Cloud-Technologien und der Fortschritt in der künstlichen Intelligenz (KI) weiter zunehmen.

Infrastrukturinvestitionen und Nachhaltigkeit: ein doppelter Gewinn

Für viele Anlegerinnen und Anleger spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle in ihrer Anlagestrategie. Infrastrukturprojekte bieten eine Möglichkeit, finanzielle Renditen mit ökologischen und sozialen Zielen zu verbinden und das eigene Portfolio nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in Bezug auf ESG-Kriterien auszubalancieren. Gerade nachhaltige Infrastrukturprojekte wie umweltfreundliche Verkehrsnetze oder erneuerbare Energien sind attraktive Anlageziele für Investorinnen und Investoren, die mit ihrem Kapital einen positiven Einfluss auf die Umwelt nehmen möchten. Und: Da nachhaltige Infrastrukturprojekte häufig von der öffentlichen Hand unterstützt und durch Regulierungen gefördert werden, bringen sie besonders attraktive und stabile Erträge mit sich. Wer nachhaltig investieren will, findet beispielsweise in grüner Infrastruktur wie Windparks, Solaranlagen oder nachhaltigen Mobilitätskonzepten attraktive Optionen – ideal zur Diversifikation des Portfolios mit ESG-konformen Anlagen.

Risiken bei Infrastrukturinvestitionen: Das sollten Anlegerinnen und Anleger beachten

Wie bei jeder Anlageklasse gibt es auch bei Infrastrukturanlagen Risiken, die Anlegerinnen und Anleger beachten sollten:

  • Politische und regulatorische Vorschriften und Veränderungen könnten die Rentabilität der Anlageprodukte beeinflussen.
  • Aktuell bedürfen viele Infrastrukturanlagen hoher Anfangsinvestitionen.
  • Infrastrukturprojekte sind in der Regel langfristige Anlagen: Die Mittel sind meist über einen längeren Zeitraum gebunden.
  • Viele Infrastrukturanlagen sind komplex strukturiert und können entsprechend nicht schnell liquidiert werden.

Umso wichtiger ist es für private Anlegerinnen und Anleger, genau abzuwägen, ob Infrastrukturanlagen für sie infrage kommen. Ist dies der Fall, können mit den richtigen Anlageprodukten stabile und attraktive Renditen erzielt werden. Unsere Expertinnen und Experten helfen Ihnen im Rahmen einer individuellen Anlageberatung gerne, herauszufinden, ob Infrastruktur die passende Anlageklasse für Sie ist.

Jetzt Expertenwissen einholen

Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne umfassend zu Ihrer Anlagestrategie – stets mit Blick auf Ihre individuellen Ziele – und teilen ihr Know-how zu Themen wie Infrastrukturanlagen.

Der Schlüssel für eine stabile, finanziell selbstbestimmte Zukunft

Infrastrukturinvestitionen bieten Anlegerinnen und Anlegern die Chance, den Grundstein für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft zu legen, gleichzeitig einen positiven gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und das eigene Portfolio stabil und krisensicher zu gestalten. Und: Aufgrund ihrer niedrigen Korrelation mit anderen Anlagekategorien bieten Infrastrukturanlagen eine gute Möglichkeit, den Diversifikationsgrad im Portfolio zu erhöhen. Für Anlegerinnen und Anleger, die nach einer langfristig ausgerichteten und gesellschaftlich relevanten Investitionsstrategie suchen, könnte der Trend «Infrastruktur» der richtige Weg sein, die eigene Anlagestrategie sinnvoll zu ergänzen und aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken.

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Relevante Informationen und wertvolle Orientierung vermittelt auch unser Merkblatt «In Infrastruktur investieren», das Ihnen kostenlos zur Verfügung steht. 

Tobias Kipfer

Senior Wealth Planner

Tobias Kipfer ist Teamleiter und Senior Wealth Planner bei Swiss Life Wealth Managers in Winterthur. Sein Fokus liegt auf langfristigen Finanzplanungen und individuellen Vermögensverwaltungen für seine Kundinnen und Kunden. Nach seinem Bachelorabschluss in Betriebswirtschaftslehre an der HSG St. Gallen absolvierte er ein Praktikum im Financial Consulting und im Wealth Management und bildete sich zum Finanzexperten weiter.