Würden Sie mit 60 am Montagmorgen lieber in der ersten Bergbahn sitzen statt in einer übervollen S-Bahn? Reizt Sie die Idee, schon als 63-Jähriger die nasskalten Winter mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin im warmen Süden zu verbringen? Dann denken Sie vielleicht schon heute an eine mögliche Frühpensionierung. Eine schöne Idee, aber können Sie sich das leisten, ohne Einbussen bei Ihrem Lebensstandard in Kauf nehmen zu müssen? Und wenn ja: Wie gehen Sie am besten vor?

Ob Sie nun von Haus aus finanziell auf Rosen gebettet sind oder Ihr Vermögen hart erarbeitet haben: In allen Fällen empfiehlt es sich, eine Frühpensionierung so früh und so detailliert wie möglich zu planen. So können Sie selbstbestimmt in eine abgesicherte Zukunft blicken und auch im Alter Ihren gewohnten Lebensstandard geniessen – unabhängig davon, wie Ihre Pläne aussehen. 

Möglich ist vieles – wenn man es früh genug angeht.

Was für einen 30-Jährigen noch weit weg ist und mit dem 40. Lebensjahr erst langsam zum Thema wird, kann spätestens ab dem 50. oder dem 55. Geburtstag zum konkreten Wunsch werden: die Frühpensionierung. Wollen Sie vor dem Erreichen des regulären Rentenalters aus dem Erwerbsleben aussteigen, klären Sie mit Vorteil wichtige Fragen schon im Vorfeld. Zugegeben: Dieses Thema ist komplex. Zudem zögert man oft heraus, was nicht als dringend erscheint – und verliert so wertvolle Zeit, um die Weichen lange voraus richtig zu stellen. 

Rechnen Sie mit einem Partner, der Ihnen vieles abnimmt.

Damit Sie beim Planen Ihrer Frühpensionierung von Anfang an auf der sicheren Seite sind, sollten Sie sich mit Vorteil professionell unterstützen lassen. Mit Swiss Life Wealth Managers steht Ihnen ein kompetenter Partner zur Seite, der mithilft, Ihre individuellen Lebensträume zu verwirklichen. Wir begleiten Sie im gesamten Prozess und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen soliden Finanzplan, der sich an Ihren ureigenen Zielen, Wünschen und Bedürfnissen orientiert. 

Viele Wege führen nach Rom. Auf Kurs zu bleiben, lohnt sich. 

Ob Sie bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit 58 in den Ruhestand möchten, diesen Schritt erst mit 63 wagen oder eine Teilpensionierung ins Auge fassen, hat unterschiedliche Konsequenzen. Wenn Sie mehr Freizeit und neue Freiheiten haben, das Berufseinkommen fehlt und sich die Ausgaben verlagern, ändert sich einiges. Dabei kann auch Überraschendes zutage kommen. Damit Sie besser darauf vorbereitet sind, geben wir Ihnen hier einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg. 

Übrigens: Wenn Sie im Detail wissen möchten, was mit einer Frühpensionierung alles verbunden ist, empfehlen wir Ihnen unser Merkblatt, die dazugehörige Checkliste  und natürlich unsere Webseite.

Sechs wertvolle Tipps für die Planung der Frühpensionierung.

1. Ab wann können Sie die AHV vorbeziehen? 

AHV-Leistungen können Sie frühestens zwei Jahre vor der regulären Pensionierung beziehen. Bedenken Sie allerdings, dass sich dadurch Ihre Rente pro Jahr des Vorbezugs um 6,8 Prozent reduzieren wird – und zwar lebenslang.

2. Wie hoch sind die Leistungen Ihrer Pensionskasse? 

Wer sich frühzeitig pensionieren lässt, kann nicht mit den vollen Pensionskassenleistungen rechnen. Einerseits sparen Sie weniger Alterskapital an, andererseits schmälert ein längerer Rentenbezug den Umwandlungssatz. Wenn Sie frühzeitig Gegensteuer geben, lassen sich diese Leistungskürzungen mit freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse ausgleichen, was gleichzeitig Ihre Steuerbelastung senkt. Klären Sie zudem, ab wann Ihnen welche Rentenleistungen zustehen oder ob Ihre Pensionskasse Überbrückungsrenten auszahlt.   

3. Brauchen Ihre Kinder finanzielle Unterstützung? 

Wenn Ihre Kinder bereits im Berufsleben stehen, fallen einige Ausgaben bereits weg. Anders sieht es aus, wenn Sie Ihren Nachwuchs zum Beispiel beim Kauf von Wohneigentum unterstützen wollen. Vielleicht möchten Sie ihnen auch frühzeitig etwas schenken, zum Beispiel als Erbvorbezug. Das kann sich ausserdem positiv auf Ihre Steuerbelastung auswirken.

4. Stimmt Ihre Wohnsituation auch künftig für Sie?

Sind die Kinder bereits ausgeflogen, ist vielleicht Ihr Wohneigentum zu gross – auch, weil Sie sich nicht mehr um Haus und Garten kümmern möchten. Vielleicht lohnt sich gar der Umzug in eine Wohnung einer steuergünstigen Gemeinde.

5. Kennen Sie Ihre monatlichen Ausgaben? 

Wofür geben Sie wie viel Geld aus: fürs Wohnen, für die Krankenkasse und Versicherungen, für Nahrung, Urlaub oder Hobbys? Ein exaktes Budget zeigt auf, mit welchen Ausgaben Sie zurzeit und nach der Frühpensionierung rechnen müssen und welche Verschiebungen sich ergeben.

6. Wie schliessen Sie Einkommenslücken frühzeitig? 

Wenn Sie Ihre Bedürfnisse kennen, Einkommenslücken identifizieren und daraufhin einen soliden Finanzplan mit Massnahmen erstellen, sind Sie bestens vorbereitet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das zusätzlich benötigte Geld anzusparen. Um privates Vermögen aufzubauen, eignen sich die Säule 3a, diverse Anlagelösungen und Lebensversicherungen. Freiwillige Einkäufe in Ihre Pensionskasse sind eine weitere Möglichkeit, das benötigte finanzielle Polster aufzubauen.  

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Anita Obrist

Expertin Vorsorge- und Finanzplanung

Anita Obrist leitet Produkte & Dienstleistungen Wealth Managers bei Swiss Life AG. Sie verfügt über Abschlüsse als Finanzplanungsexpertin, Betriebswirtschafterin und in Unternehmensnachfolge.

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