Ob es um private Vorsorge, Wohneigentum oder die Pensionierung geht: Mit diesen Tipps lässt sich die Steuererklärung noch vor dem Jahresende optimieren und viel Geld sparen.

Das Steuersparpotenzial mit der Säule 3a ausschöpfen

Privates Vorsorgen mit der dritten Säule lohnt sich, denn Einzahlungen in die Säule 3a können in der Regel von der Steuer abgesetzt werden. Dafür sollte rechtzeitig vor dem Jahresende der Maximalbeitrag (6883 Franken für Erwerbstätige mit Pensionskassenanschluss, bis zu 20 Prozent des Nettoeinkommens bzw. maximal 34 416 Franken für Selbstständige ohne Pensionskassenanschluss) eingezahlt werden, um in der Steuererklärung noch geltend gemacht werden zu können. Zudem wird das gesamte Säule-3a-Guthaben inklusive Erträgen bis zum Bezug nicht besteuert.

Steuerbares Einkommen reduzieren – mit Einzahlungen in die Pensionskasse

Freiwillige Nachzahlungen in die 2. Säule sind nicht nur sinnvoll, um allfällige Vorsorgelücken zu schliessen oder eine Frühpensionierung vorzubereiten. Man darf sie auch vom steuerbaren Einkommen abziehen. Der Vorsorgeausweis verrät, ob man einmal mit dem maximalen Altersguthaben rechnen kann oder noch Einkaufspotenzial bei der Pensionskasse hat. In den letzten zehn Arbeitsjahren vor der Pensionierung lohnen sich Einzahlungen steuerlich am meisten: Hier ist das Einkommen erfahrungsgemäss am höchsten.

Wichtig ist, dass jede Situation individuell betrachtet wird. Deshalb lohnt es sich grundsätzlich, den Rat eines Vorsorgeexperten oder einer Vorsorgeexpertin hinzuzuziehen, um abzuklären, wie sich allfällige Einkäufe auf die Alters- und Risikoleistung auswirken.

Umbauarbeiten am Eigenheim steuerlich geschickt planen

Werterhaltende Unterhaltsarbeiten am Eigenheim dürfen Sie von der Steuererklärung abziehen: entweder als Pauschalbetrag (meist zwischen 10 und 20 Prozent des Eigenmietwerts) oder aufgrund der effektiven Kosten. Idealerweise plant man darum kleinere Unterhaltsarbeiten im selben Jahr, um vom Pauschalbeitrag zu profitieren. Grössere Umbauten verteilt man dafür auf mehrere Jahre, so dass die Kosten das steuerbare Einkommen nicht übersteigen und sich vollumfänglich absetzen lassen.

Vorsorgegelder geschickt beziehen und dadurch Steuern sparen

Ob es um die Gelder aus der Säule 3a oder den Kapitalbezug des Pensionskassenguthabens geht: Indem man sich Vorsorgegelder gestaffelt auszahlen lässt, kann man unnötig hohe Steuern vermeiden. Das können jährlich je nach Summe und Wohnsitz mehrere Tausend Franken sein. Dieser Effekt kommt besonders zum Tragen, wenn Sie die Auszahlungstermine, mit denen Ihrer Ehepartnerin oder Ihres Ehepartners abstimmen.

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David Spiess

Leiter Finanzberatung

David Spiess verfügt über einen Master of Business Administration vom IMD in Lausanne. Er hat 18 Jahre Erfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche sowie sieben Jahre im internationalen Projektmanagement und in der Unternehmensberatung. Zuletzt war er als Partner und Bereichsleiter eines unabhängigen Finanzdienstleisters tätigt.

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